The Paradox – Jan Gehl im ArchitekturForum

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Stadtplaner Jan Gehl
Wir wissen sehr viel über Sibirische Tiger und Berggorillas, aber nur wenig über einen guten städtischen Lebensraum für den Homo Sapiens. Foto: Carsten Bornhöft

Ein unterhaltsamer und gleichzeitig lehrreicher Vortrag des weltweit gefragten Stadtplaners

Lübeck – Die Aula der VHS war am 9. Januar 2018 voll, brechend voll. Jan Gehl, ein weltweit gefragter Stadtplaner referierte an diesem Abend über die Städte der Welt. Dubai fällt bei ihm durch, er möchte dort nicht wieder sein, so der Stadtplaner der zu Beginn der Veranstaltung darauf hingewiesen hat das seine Englisch Kenntnisse in etwa 300 Wörter umfassen.

Der Abend verlief erwartet spannend und entspannt zugleich. In einer witzigen Art und Weise brachte Jan Gehl den Zuschauern viele Ideen für eine moderne Welt und Umwelt näher. Dabei ging er auf Aspekte des „Human Being“ deutlich ein.

Das Aufteilen des Lebensraumes Stadt kann gut funktionieren, wenn Stadtplaner nicht Platz für Autos schaffen, sondern vielmehr auf die Bedürfnisse von Menschen eingehen. So warb er dafür, dass für uns Menschen Raum geschaffen wird. Unter Einbeziehung von Nahverkehr, Rad und Fußgängern stellte Jan Gehl verschieden Perspektiven dar und erläuterte das dies in einigen Städten bereits in der Einwicklung ist und sehr gut funktioniert. Die Beispiele sind Melbourne, New York, Moskau, die den Kopenhagener beauftragt haben, Änderungen durchzuführen.

„Eigentlich, so denke ich immer, ist es doch logisch und sollte selbstverständlich sein, Städte so zu planen, dass die Lebensqualität für alle steigt und wir uns gleichzeitig umwelt- und ressourcenschonend verhalten (können).“

Dies ist zurzeit jedoch nicht der Fall. Das Verständnis von Lebensqualität ist nach wie vor unterschiedlich.

Im Publikum gesehen, Jan Lindenau (SPD, kommender Bürgermeister), Detlev Stolzenberg (Die Unabhängigen), Katja Mentz (GAL) und viele junge Menschen. Wenn die gut zugehört und verstanden haben, sehen wir einer guten Zukunft entgegen, denn Veränderungen wird es geben müssen.

Herzlichen Dank ans ArchitekturForum Lübeck für die Organisation und die Einladung!

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