Strafantrag – Verkauf AJA Grundstück rechtens ?

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Eingehungsbetrug ? – Strafantrag gegen den Geschäftsführer der KWL – Dirk Geerdes

Travemünde – Was lange gärt wird endlich Wut. War der Verkauf des Grundstückes rechtens ? Mit dieser Frage Frage muss sich nun die Staatsanwaltschaft Lübeck auseinandersetzen.

Der Travemünder Bürger, Christian Jäger, und Beteiligter im Bieterverfahren hat Strafantrag gegen den Geschäftsführer der KWL, Dirk Geerdes gestellt. Die KWL wurde durch die Stadt Lübeck beauftragt, das Bieterverfahren durchzuführen und der wesentliche Schriftverkehr wurde durch die KWL abgewickelt. Aus diesem Grunde wurde die Strafanzeige gegen die offiziell Beteiligten beantragt.

Einer der ersten Bieter des ehemaligen Aqua Top Grundstückes und einer der ersten Interessen bekundete im Jahre 2009 Interesse an einer Übernahme des Aqua Top Gebäudes in Travemünde. Nach seinen Planungen sollten Teile des Gebäudes rückgebaut werden und teilweise durch Neubauten ergänzt werden. Dies war die erste Idee um Belebung und Weiterentwicklung des Platzes bei der Lotsenstation durchführen zu können. Das Projekt Ostseepark sah vor eine Hochpromenade mit Aussichtstürmen, mehrere Veranstaltungsterrassen und eine geschlossene, überdachte Multifunktionsarena für Veranstaltungen aller Art bauen zu können. Auch ein Meerwasser Wellenbad war vorgesehen und die Anzahl der integrierten Ferienwohnungen entsprach der Anzahl, die jetzt ohne weitere Tourismus Komponenten gebaut werden.

Auf seine Anfrage erhielt Herr Jäger die Antwort, dass der Abriss erfolgen soll und eine Ausschreibung für das Grundstück erfolgen solle, an der sich die Bietergemeinschaft Ostsee Park beteiligte.

Seine Beteiligung wurde förmlich und ohne sachliche Begründung zurückgewiesen. Auch seine Nachbesserung wurde, so Christian Jäger nicht ausreichend beantwortet. 2014 hat die Bietergemeinschaft über die Presse erfahren, dass die Deutsche Immobilien das Grundstück gekauft hat.

Herr Jäger bemängelt, dass es 2 Jahre lang formelle Antworten gegeben hat, jedoch keine nennenswerte inhaltliche Auseinandersetzung über den weiteren Verlauf des Verfahrens und auch keine Signale einer möglichen Beteiligung gegeben hat.

Bei diesem Verfahren fühlte sich Herr Jäger als Vertreter der Bietergemeinschaft Ostsee Park übergangen. Aus einer Diskussion in den sozialen Netzwerken (Facebook) unter anderem auch mit dem kommenden Bürgermeister Jan Lindenau, gab dieser letztendlich den Hinweis zur Strafanzeige. Diese wurde dann im Dezember 2017 gefertigt und der Staatsanwaltschaft Lübeck übergeben.

Den weiteren Verlauf werden wir verfolgen und die Zeit wird es zeigen, inwieweit die Handlungen strafbar gewesen sind. Auf jeden Fall werden so oder so Fragen offenbleiben, denn aus einer guten Idee, welche den Tourismus hätte fördern können, wurde schlussendlich ein unbelebter Platz mit 2 Bauten die lediglich das Wohnen am Meer ermöglichen werden.

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