Stadtgespräch – Wähler/Innen Initiative Die Unabhängigen im Gespräch mit Uwe Bergamnn

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Wolfgang Nešković
Die Wählerinnen Initiative im Stadtgespräch Travemünde mit dem Ausrichter der Travemünder Woche Uwe Bergmann v.l Wolfgang Nešković, Detlev Stolzenberg, Willi Altenburg, Uwe Bergmann und Heino Haase.

Stadtgespräch Travemünde – Die Travemünder Woche als Gesamtveranstaltung sachlich veranschaulicht. Die Wähler/Innen Initiative hinterfragt die Gegebenheiten der Travemünder Woche und informiert sich darüber, wie die Politik die Veranstalter unterstützen kann.

Travemünde – Vor gut 2 Wochen endete die Travemünder Woche und im Nachgang wollte die Wähler/Innen Initiative Die Unabhängigen, die ja mit 4 Sitzen in der Lübecker Bürgerschaft vertreten ist, vom Ausrichter Uwe Bergmann detaillierte Informationen erhalten, um in Erfahrung zu bringen, wie die Veranstaltung zukünftig auch durch die Politik im Lübecker Rathaus unterstützt werden kann. 

Das Budget ist schmal und der Besucherzulauf wurde auf einen Radius von etwa 25 km beziffert. Uwe Bergmann kam mit Fakten und plauderte auch ein wenig aus dem Nähkästchen. Er wünscht sich mehr Unterstützung der Veranstaltung auch aus Lübeck und spricht das Fernbleiben der großen Medienanstalten NDR und RSH deutlich an. Wenn man wollte könnte man, doch die Veranstaltung wird immer mit der Kieler Woche verglichen. In Kiel wird weniger gesegelt in Travemünde ist das Landprogramm kleiner. In Kiel ist das Landprogramm gleichzeitig das größte Stadtfest und Travemünde ist Segeln pur. Die Balance zu finden ist eigentlich die Hauptaufgabe und dennoch sind die beiden Veranstaltungen kaum miteinander vergleichbar.

Warum nicht einmal die Travemünder Woche mit einem großen Klassik Konzert beginnen? Das wäre vermutlich sehr teuer und aufwändig, dennoch würde eine solche Gegebenheit die Veranstaltung deutlich aufwerten. 

Aus dem Publikum kam die Frage wie sich die Travemünder Woche zukünftig aufstellen will, wenn mann um 20:00 Uhr das letzte Konzert beim Landprogramm beginnt, an 2 Tagen im Brüggmanngarten, der für Top Acts ja geeignet wäre, gar nichts anbietet und wieviel Einfluss nehmen die großen Hotels, die ja gleichermassen als Sponsor auftreten? 

Sie nehmen Einfluss und die gesetzlichen Gegebenheiten lassen in Travemünde kaum Spielraum, an 10 Tagen im Jahr darf man mehr, doch hat Travemünde nicht nur die Travemünder Woche und damit ist das Kontingent an Tagen mit Sondergehmigungen schnell erschöpft und man muss damit leben, das es auch in Travemünde Menschen gibt, die nicht mitfeiern wollen.

Dazu wendete sich eine ältere Dame direkt an Herrn Bergmann und führte aus das man darüber mal nachdenken sollte, denn auch sie findet es gar nicht besonders schön, wenn man in einen Tourismus Ort kommt, dann möchte man seine Zeit erleben und hier herrscht so viel Ruhe, da könne man zumindest an diesen 10 Tagen eine Ausnahme machen. 

Im Fokus war auch der öffentliche Nahverkehr, der Veranstalter Travemünder Woche GmbH muss beim Stadtverkehr Busse hinzumieten, damit Menschen auch nach 1:00 Uhr aus Travemünde wegkommen und diese auch bezahlen. Der öffentliche Auftrag ist nach 1:00 Uhr beendet, danach fährt hier nichts mehr, es sei denn man bezahlt. 

Ebenfalls das Dauerthema in Travemünde „Parkplätze“ und deren Anbindung. Es sind einfach viel zu wenige und die erdachten und immer wieder diskutierten Verkehrskonzepte sind nicht ausgereift und durchdacht. Uwe Bergmann sprach nicht nur von Shuttle Bussen, man könnte das generell spannender gestalten, zum Beispiel mit Shuttle Schiffen. Warum nicht vom Fischereihafen an eine Seebrücke fahren können und zurück, der Priwall wird so mit eingebunden, doch es wird vielleicht noch etwas Zeit brauchen, bis sich in Travemünde auch etwas Phantasie ausbildet.

Im weiteren Verlauf der Veranstaltung, Uwe Bergmann hatte sich bereits verabschiedet, stellten Die Unabhängigen ihre Sicht der Dinge dar, die die Wähler/Innen Initiative bisher in der Bürgerschaft erlebt hätten, sie wollen das der Hauptausschuss aufgestockt wird, damit alle Fraktionen ein Teil davon werden können. Auch die mangelnde Transparenz in der Vergangenheit, scheint sich so fortzusetzen, insbesondere durch die Bildung der großen Koalition werden jedenfalls diese eingefahrenen Wege nicht verlassen, hier werden wir „dicke Bretter“ bohren müssen. Wir haben von den Wählern einen Auftrag erhalten und diesen wollen wir erfüllen. Ihre Aktivitäten orientieren sich an dem Wahlversprechen „Bürgerbeteiligung von Beginn an“ und hier sind schon wieder Fragen offen. Baugebiete Howingsbrook und Teutendorfer Siedlung , keine oder wenig Beteiligung und doch schon weit fortgeschritten, genau das wollen wir nicht.

Zuletzt kam auch wieder die Waterfront auf den Tisch. Eckhard Erdmann BiP wurde noch einmal zu den Gegebenheiten der Waterfront gefragt und immer wieder ist es ein Thema, weshalb das Grundstück der Waterfront für nur 78€/m² erschlossen betragen hat, selbst Strafanzeigen ins Leere gehen und man den Eindruck nicht loswerden kann das auf der Kohlenhofspitze die Bebauung aus dem Fokus gerückt wird und weshalb nicht mit offen Karten gespielt wird.

Lesenswert ist auch der Artikel im Spiegel Quelle: Spiegelonline

Wenn selbst Gäste dem Investor Hollesen die baldige Insolvenz wünschen hat das Strahlkraft und die Unabhängigen wollen sich der weiteren Bebauung in den Weg stellen.

Weitere Stadtgespräche sollen folgen.

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