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Mittwoch, August 12, 2020

Viele Rostocker Blumenwiesen werden künftig mehrjährig blühen

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Viele Rostocker Blumenwiesen werden künftig mehrjährig blühen

Die Entwicklung der Blumenwiesen in der Hansestadt Rostock wird fortgesetzt, im Sinne des Insektenschutzes. Zehn mehrjährige Blumenwiesen wurden jetzt mit regionalem Saatgut in der Stadt angelegt....

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Die Entwicklung der Blumenwiesen in der Hansestadt Rostock wird fortgesetzt, im Sinne des Insektenschutzes.

Zehn mehrjährige Blumenwiesen wurden jetzt mit regionalem Saatgut in
der Stadt angelegt. Dazu musste der Wuchs auf den Flächen gemäht werden.
Dies führte zu besorgten Anrufen naturverbundener Rostockerinnen und
Rostocker. „Die zu den Jubiläen unserer Stadt und der Universität
angelegten Blumenwiesen hatten die Herzen vieler Menschen höher schlagen
lassen. Auch Schmetterlinge und Hummeln haben sich vermehrt eingestellt.
Diese Wiesen waren jedoch in der Regel einjährig. Im neuen Jahr musste
der Boden wieder bearbeitet und die Wiesen neu eingesät werden. Damit
sind hohe Kosten verbunden. Deshalb wird unser Amt für Stadtgrün,
Naturschutz und Landschaftspflege, diese Wiesen jetzt in mehrjährige
Wiesen umwandeln“, erläutert Holger Matthäus, Senator für Infrastruktur,
Umwelt und Bau.

Dies ist jetzt auf den ersten Flächen in diesem Jahr geschehen und hat
manchen verwundert, denn die ersten Blüten auf diesen Flächen waren
schon zu sehen. Sie wären jedoch nach rund drei Wochen verschwunden
gewesen. Die Erfahrung der vergangenen Jahre hat gezeigt, dass sich
diese Wiesen nur sehr spärlich weiter entwickeln würden. Nun sind sie
mit regionalem Saatgut standortgerecht neu angelegt worden. Die Pflanzen
können sich an ihrem Standort etablieren und werden jedes Jahr wieder
von neuem blühen.

Diese Blühwiesen müssen jedoch mindestens einmal, besser zweimal im
Jahr gemäht werden, um eine erneute Blüte anzuregen und um unerwünschte
Wildkräuter wie Melde und Brennnessel nicht zu stark wuchern zu lassen.
Der erste Wiesenschnitt sollte erfolgen, bevor es zu einer zu großen
Versamung von Melde und Co. kommt. Dies wird auch „Schröpfmahd“ genannt.
Sie erscheint oft unverständlich, weil es gerade „so schön blüht“. Doch
nur so können diese stark wuchernden Begleiter im Zaum gehalten, eine
zweite Blüte angeregt und das Insekten-Buffet lange bereitgehalten
werden.

Neben den einjährigen Blütenwiesen, die es an einigen Orten in der
Stadt auch weiterhin geben wird, sollen verstärkt mehrjährige Wiesen
gemäß den Standortbedingungen angelegt werden. Diese haben manchmal auf
den ersten Blick eine nicht so bunte Farbenpracht, sind jedoch für
Insekten deutlich wertvoller. Eine bereits etablierte Wiese, wie zum
Beispiel gegenüber dem Kanonsberg, blüht zuverlässig seit drei Jahren.
Margeriten, Flockenblumen und Labkraut grüßen fröhlich die
Vorbeieilenden. Nach der Flockenblumenblüte steht auch dort dann eine
Mahd an, um die zweite Blüte anzuregen.

In einigen Park– und Grünanlagen ist es dem Amt für Stadtgrün,
Naturschutz und Landschaftspflege in den vergangenen Jahren bereits
gelungen, durch Anpassung des Mähregimes Blumenwiesen zu entwickeln.
Dazu zählen unter anderem der Park an der Hundsburg mit einer
wunderschönen Wiese aus Klappertopf und der Schmarler Damm mit
verschiedenen Wildblumen wie beispielsweise Wilde Möhre, Wegwarte,
Natternkopf, Hundskamille und Schafgarbe.

Die Stadtgärtnerinnen und Stadtgärtner werden auch in Zukunft weiter an
der Entwicklung von Blumenwiesen arbeiten und sie Schritt für Schritt an
verschiedenen Standorten im Stadtgebiet etablieren. Entsprechend den
örtlichen Gegebenheiten werden sie unterschiedlich aussehen und auch
unterschiedlich gepflegt. Ihnen allen gemeinsam ist aber die frohe
Erwartung vieler Blüten – für Menschen und Insekten.

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