16.9 C
Lübeck
Freitag, 24 September 2021

Grüne: Kein Neubau des Jugendhauses Seeblick am Brodtener Ufer

Panorama

Die Grüne Fraktion begrüßt, dass der Antrag der Lübecker SPD, der darauf abzielte für das am Brodtener Steilufer gelegene Haus Seeblick einen Ersatzneubau zu errichten, gescheitert ist.

Das bestehende Haus, das sich im Eigentum einer SPD-nahen Jugendorganisation befindet, ist akut von der Abbruchkante am Steilufer bedroht. Aus Sicht der Grünen ist ein um einige Meter versetzter Neubau weder aus ökologischen noch finanziellen Gründen sinnvoll.

Dazu erklärt Roland Vorkamp, Grünes Mitglied im Bauausschuss:
„Das Haus Seeblick der SPD-Jugendorganisation Falken ist ein Ort, an dem wertvolle
Jugendarbeit in traumhafter Umgebung stattfindet. Leider ist es von der voranschreitenden
Abbruchkante akut bedroht. Ein Ersatzneubau ist grundsätzlich zu befürworten, allerdings nicht auf demselben Grundstück.

Die Abbruchkante schreitet stetig voran, durchschnittlich um rund 1 Meter pro Jahr. Es ist
allerdings absehbar, dass die Steilküste zunehmend schneller zurückweicht, weil der
Meeresspiegel weiter ansteigt und schwere Stürme sowie Starkregen zunehmen. Ein um wenige Meter versetzter Neubau hat daher auch keine Zukunft. Dass die SPD-Fraktion sich in dieser Sache dennoch für ihre Jugendorganisation einsetzt, obwohl das Grundstück schon mit der klaren Maßgabe der zeitlich begrenzten Nutzbarkeit und ohne neues Baurecht vor zehn Jahren für nur 25.000€ an die Falken verkauft worden ist, stößt übel auf. Wenn nun woanders nach einem neuen Standort gesucht wird, fordern wir von der SPD und der Stadtverwaltung weiterhin Transparenz und Klarheit im Verfahren und von der SPD eine klare Absage an Geschenke an die eigene Jugendorganisation.“

Die Fraktionsvorsitzende und umweltpolitische Sprecherin, Silke Mählenhoff, weiter: „Das Haus Seeblick liegt im sog. „Außenbereich“ (§35 Baugesetzbuch) und grenzt unmittelbar an
ein Landschaftsschutzgebiet, sodass aus guten Gründen kein Baurecht besteht. Hier steht der Schutz der Landschaft, die ökologische Vielfalt und eine Limitierung der Flächenversiegelung im Vordergrund. Auch aus diesen Gründen ist das Vorhaben der SPD abzulehnen. Wir begrüßen, dass das auch eine Mehrheit im Bauausschuss so gesehen hat, sodass dieser Antrag abgelehnt wurde.“

- Anzeige -

mehr Kategorie Artikel

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

-Anzeige -

letzte Meldungen