Gewinner fliegen nach Tokyo – Die Bremer Kogge

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Was bewegt Schülerinnen und Schüler heutzutage? Welchen Wert geben sie gesellschaftlich relevanten Ereignissen und Entwicklungen? Genau diese Fragen spiegeln sich jährlich in den Beiträgen des internationalen Schüler-Filmwettbewerbs „Kids Witness News“ von Panasonic wider.

Hamburg – Kids Witness News (KWN) In der 29. Auflage des Contests legte das Unternehmen erstmalig die Einreichungen aus Deutschland und Österreich zusammen. Die zahlreichen Beiträge der 35 teilnehmenden Schulen beschäftigten sich neben aktuellen Themen auch mit historischen Dokumentationen und den Alltagserfahrungen junger Schülerinnen und Schüler. Passend zum diesjährigen 100. Jubiläum von Panasonic dürfen die Gewinnerteams aus allen teilnehmenden Ländern Ende Juli zum großen KWN-Gipfel nach Tokio fliegen. Bei diesem internationalen Treffen erwarten die Schülerinnen und Schüler neben der feierlichen Global Award Zeremonie auch spannende Work-Shops und interessante Sightseeing-Touren.

Der begehrte Preis wurde in Deutschland und Österreich in zwei Altersklassen verliehen. Den ersten Platz in der Klassenstufe fünf bis sieben belegte die Oberschule Geestemünde aus Bremerhaven. Mit ihrem Film „Die Bremer Kogge“ gelang den Schülern eine detailreiche, informative und sehr unterhaltende Dokumentation über eines der ältesten erhaltenen Handelsschiffe in Deutschland. Nicht allein durch eine sympathische Sprecherin, Filmtechniken wie Stoptrick und einem überzeugenden Sounddesign wird die Restaurationsgeschichte der Kogge humorvoll geschildert. Auch die überaus gelungene Verbindung der auditiven und visuellen Ebenen überzeugte die Jury. „Der Mix aus Real- und Trickfilm sowie die überlegte Integration verschiedener kleiner Comic-Element machen „Die Bremer Kogge“ zu einem kurzweiligen, informativen Filmerlebnis und einem verdienten Sieger in dieser Altersklasse“, begründet Michael Langbehn, Manager PR, CSR und Sponsoring bei Panasonic Deutschland die Entscheidung der Jury.

Die IGS Roderbruch aus Hannover sicherte sich mit ihrem Kurzfilm „Kettenbrief“ den zweiten Platz dieser Altersklasse. Der Film greift ein wichtiges Thema aus dem heutigen Schulalltag auf: Er zeichnet in einer fiktiven Geschichte nach, wie ein anonym per Smartphone versandter Kettenbrief eine Gruppe junger Schülerinnen in Angst versetzt. Dramaturgisch spannend gefilmt und erzählt, hält der Film den Zuschauer in seinem Bann. Den dritten Platz belegt die Mark-Twain-Schule aus Berlin mit ihrem Beitrag. „Weniger ist Meer“ ist eher ein kreatives Musikvideo, welches ein klares Statement übermittelt: Unser Plastikverbrauch muss zum Schutz der Meere eingeschränkt werden. Trotz dieser ernsten Thematik machen Comic-Style, Splitscreen, ungewöhnliche Kameraperspektiven und die rappenden Schülerinnen diesen Film so liebenswert und unterhaltsam.

Kategorie: Acht- bis Zehntklässler
Bei den Acht- bis Zehntklässlern erreichte das Heinrich-Heine-Gymnasium aus Hamburg den ersten Platz. Die Schülerinnen erzählen in ihrem Film „NEU“ die Geschichte eines Mädchens, das von Berlin nach Hamburg umzieht. Ihre Ängste und Sorgen verarbeitet die junge Frau in der Nacht vor ihrem ersten Schultag in einem Alptraum. Die Jury ist besonders von der realitätsnahen Aufarbeitung des Teenager-Alltags begeistert. Die Komposition von Bildaufbau, Kameraführung, Tempo und Musik wird überzeugend eingesetzt, um die Geschichte der an der Schule neuen Schülerin spannend und unterhaltend zu erzählen. „Die gewollte und gelungene Überzeichnung von typischen Ausgrenzungssituationen im Schulalltag hat uns zusätzlich überzeugt, „NEU“ als den diesjährigen besten Film in dieser Altersgruppe auszuzeichnen“, ergänzt Michael Langbehn.

Den zweiten Platz holte die Schule am Ernst-Reuter-Platz in Bremerhaven mit einem etwas anderen Beitrag. In dem nachempfundenen Experiment „Wie bringt Schule Bock?“ versuchen die Schüler den Unterricht so zu gestalten, dass die Schule mehr Spaß macht und wieder Lust am Lernen entsteht. Der Erzählansatz des Films ist sehr kreativ und ungewöhnlich und so gut gemacht, dass er einen Sog entwickelt, bei dem der Zuschauer wissen will, wie das Experiment ausgeht. Die vielen humorvollen, visuellen Sequenzen und interessanten Charaktere einerseits, sowie die flotte Gestaltung des Films andererseits, geben dem Thema eine gewisse und sehr unterhaltsame Leichtigkeit. Die Jury hält „Wie bringt Schule Bock?“ für einen mutigen Film, der so indirekt auch die tägliche Arbeit der Lehrer würdigt. Der dritte Platz geht an die PTS Ried in Österreich. In dem Film „Just different“ stehen die Themen „soziale Verantwortung“ und „Selbstvertrauen“ im Vordergrund der Handlung. Der Beitrag erzählt die Geschichte eines Schülers, der wenig Anschluss hat und in seinem Leben nicht viel auf die Reihe bekommt. Mithilfe einer Mitschülerin findet er zu seinen Stärken und somit auch zu sich selbst. Die Bildsprache, der Einsatz von Splitscreen, Farben und Musik unterstreichen die klare Dramaturgie des Films eindrucksvoll. Die Moral des Films erreicht den Zuschauer direkt und überzeugte auch die Jury: niemand muss perfekt sein und jeder Mensch ist einzigartig.

Mehr Informationen zum Kids Witness erhält man auf der Projektseite von Panasonic

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