Gewerbeamt untersagt den Flohmarkt im Strandbahnhof

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Flohmarkt im Strandbahnhof Travemünde
Flohmarkt im Strandbahnhof Travemünde in der Sommersaison 2017

Unter Vorwänden werden immer wieder Veranstaltungen im Strandbahnhof Travemünde abgesagt

Travemünde – Familien, Einzelpersonen und Gruppen haben sich auf den Weg nach Travemünde gemacht, nur um festzustellen das der in den sozialen Netzwerken und auf der Homepage des Strandbahnhofes angezeigte Flohmarkt nun doch nicht stattfindet.

Immer wieder kommt es zu Absagen seitens der Stadt Lübeck, die sich auf den §4 Abs. 2 des Gesetzes über Sonn und Feiertage Schleswig Holstein beruft. Im Absatz 2 steht dann: 

Das Verbot des § 3 Abs. 2 findet ferner keine Anwendung auf Handlungen, die nach Bundes- oder Landesrecht zugelassen sind. Die zuständige Behörde kann die Durchführung einer marktähnlichen Veranstaltung erlauben, wenn keine gewerblichen Anbieter teilnehmen.

Angezeigt hatte der Besitzer des Strandbahnhofes, dass der Flohmarkt keinen gewerblichen Hintergrund hat und die Aussteller reine Privatleute sind, die ihren Trödel verkaufen wollen. Somit wäre das ja in der Regelung geklärt, doch die Stadt Lübeck macht von ihrem Recht Gebrauch, die Veranstaltung zu untersagen, weil der Brandschutz nicht gewährleistet sei. 

Die Argumentation des Gewerbeamtes lautet wie folgt: Der Strandbahnhof ist keiner Nutzung zugewiesen und wird jedoch an jedem Wochenende als Veranstaltungsort genutzt. Daher ist es erforderlich, dass jede Veranstaltung eine Einzelfallprüfung nach sich zieht. Es fehlten bei den Eintragungen wichtige Merkmale, zum Beispiel für einen Flohmarkt die Anzahl der Stände und die erwarteten Besucher. Diese Argumentation ist schlüssig, besser wäre es jedoch, wenn der Besitzer des Strandbahnhofes die Halle einer Veranstaltungsfläche bei den zuständigen Baubehörden anmeldet und prüfen lässt. 

Dafür würde sich sicherlich ein schneller Weg finden lassen, denn für Travemünde wird dieser Platz im Hinblick auf die nach den Bautätigkeiten erwarteten Besucherzahlen vermutlich sehr schnell notwendig, wenn man die Besucherzahlen mit Angebot unterstützen kann.

Der Strandbahnhof ist ausgestattet mit einer Brandmeldeanlage, die auch funktioniert, denn die Feuerwehr hat das ja ohne Beanstandungen überprüft. 

Es hat den Anschein, dass man an diesem Punkt nicht weiterkommt. Schon in der Vergangenheit wurden Veranstaltungen beantragt, doch wochenlang wurden keine Genehmigungen erteilt, geschweige denn irgendwelche Antworten mitgeteilt. Lediglich kurz vor den beantragten Veranstaltungen hagelte es Verbote. Das löst bei den Veranstaltern immer wieder große Unsicherheiten aus, die den Strandbahnhof als Veranstaltungsstätte in ein schlechtes Licht rücken.

Der Strandbahnhof Travemünde ist zurzeit der letzte Punkt an dem Veranstaltungen problemlos möglich wären. Damit eröffnen sich Angebote für Kultur und andere Möglichkeiten, um für Travemünde wenigstens ein kleines Angebot in der Winterzeit zu realisieren. Der Besitzer des Strandbahnhofes, Ralph Kaerger Thofern, kann vieles möglich machen und steht hinter seinem Konzept, einen Ort zu schaffen, der als kultureller Treffpunkt seinen Platz im Ort finden kann.  Er ist sich auch sicher, dass mit zunehmender Anzahl der Veranstaltungen, die Veranstaltungsqualität weiter angehoben werden kann.

Durch die fehlende Willenserklärung seitens des Betreibers haben die Behörden damit nun ihre Probleme und die Travemünder sollten darauf hoffen, dass die Halle nun alsbald als Veranstaltungsort eingetragen wird, um die vielen Beantragungen für Einzelveranstaltungen zu minimieren. Auch die Forderung nach mehr Beteiligung seitens der zuständigen Senatoren, der Vereine und Verbände in Travemünde und selbstverständlich auch mit einer breiten Bürgermeinung sollte das Verfahren in Travemünde deutlich beschleunigen können, dann wird „Alles Gut“ im Ostseebad.

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