FREIE WÄHLER: Kannibalismus im ÖPNV stoppen!

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Harald Klix (Freie Wähler): „Gegeneinander von Bus und Taxi ist unsinnig“

Lübeck – Die Bundesregierung plant einen kostenlosen Busverkehr für Deutschland und will damit den öffentlichen Personennahverkehr stärken. Auch die Parteien in Lübeck beschäftigen sich mit dem Thema, so schlägt die SPD beispielsweise eine einheitliche Tarifzone für Lübeck vor. Zeitgleich präsentiert der Lübecker Stadtverkehr seine neue Abhol-App, ein Service mit Kleinbussen, der zu einem Problem für die Taxi-Branche werden könnte.

Dazu erklärt der FREIE WÄHLER Politiker und Taxiunternehmer Harald Klix:

„Es ist schade, dass zwar plötzlich alle den ÖPNV stärken wollen, aber dabei einen Bestandteil des Angebots ausblenden: Das Taxi. Alle reden über den Busverkehr, niemand interessiert sich für die Lage der Taxi-Branche. Durch die Freigabe der Wartelisten leidet Lübeck unter einer Taxi-Schwemme. Es gibt zu viele Taxis, zu wenig Geschäft für die einzelnen Unternehmer. Immer mehr Kollegen geben einfach auf. Mehrfach haben wir angemahnt, dass sich die Stadt dieses Problems annimmt, indem ein neues Taxi-Gutachten erstellt wird und dann Konsequenzen für die weitere Zulassung von Taxen gezogen werden.

Auch für die Taxi-Kunden könnte das Gutachten aufschlussreich sein. Die letzten zwei Fahrpreis-Erhöhungen wurden von der Stadt ohne die nötige Datengrundlage beschlossen. Ein Unding. Jetzt bietet der Stadtverkehr auch noch einen taxi-ähnlichen Service zu Preisen weit unterhalb der städtischen Fahrpreisregelungen für die Taxi-Branche an.

Das ist ein Akt des Kannibalismus im ÖPNV. Das Gegeneinander von Bus und Taxi ist unsinnig. Wer den ÖPNV stärken will, der muss ein Miteinander der verschiedenen Angebote organisieren und verhindern, dass sich das städtische Busunternehmen und Taxi-Branche gegenseitig kannibalisieren. Es braucht ein abgestimmtes Mobilitätsangebot in Lübeck. Dafür werden wir kämpfen!“

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