DIE LINKE – Kleinreden der Wohnungsproblematik

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DIE Linke Lübeck
Büro in der Hundestraße

Gestützt auf den Zahlen des Sozialausschusses hat DIE LINKE nun in einer Presseerklärung zur Kommunalwahl Fakten vorgelegt, der O-Ton wird markiger.

Lübeck – Die Zahlen des im letzten Sozialauschusses vorgelegten Wohnungsbau-Berichtes sprechen laut der Lübecker Linken eine deutliche Sprache: In Lübeck gebe es zu wenig Wohnraum in allen Segmenten. Besonders öffentlich geförderter, günstiger Wohnraum sei knapp, aber auch an Einfamilienhäusern und gehobenem Wohnraum mangele es in großem Umfang. Allein in der städtischen Wohnungsvermittlung stehen 226 Wohnungen 1150 Wohnungssuchende gegenüber, auf dem freien Wohnungsmarkt sehe es nicht besser aus.

Eine unerträgliche Situation, findet Katjana Zunft, Spitzenkandidatin und Sozialausschuss-Mitglied der Lübecker Linken: „Es ist ein Leerstand von mindestens 3 % notwendig, um den Bedarf für Wohnungssuchende zu decken, wünschenswert wäre eine Quote von über 5 %. Dem stehen in Lübeck erschreckende 1,8 % Leerstand gegenüber. Die Folge ist drohende Obdachlosigkeit für Menschen mit sozialen Belastungen, aber auch immer mehr für Geringverdiener der Mittelschicht.“

Von einer Krise wollen jedoch weder Verwaltung noch Politik etwas wissen: „Ich verstehe nicht, warum man das Kind nicht beim Namen nennt und stattdessen die Krise kleinredet. Schlimmer noch: es werden Zahlen genannt und als Erfolg gewertet, die eigentlich ein Armutszeugnis darstellen“, sagt Sascha Luetkens, Kandidat der Partei auf Listenplatz 4 zur kommenden Kommunalwahl. „Die Fehler wurden bereits vor Jahren gemacht, als man jedes Luxusbau-Projekt hofierte und genehmigte. Das Bauen im günstigen Segmenten wurde völlig ignoriert. Wenn wir jetzt aber nicht beginnen die Augen zu öffnen und wird die soziale Lage eskalieren“, so Sascha Luetkens.

So wurde im Rahmen der Vorstellung des Berichtes behauptet, dass Schwierigkeiten bei der Wohnungssuche hauptsächlich Menschen mit besonderen Problematiken, wie Drogensucht, Alkoholsucht oder Obdachlosigkeit betreffe.

„Das ist eine Ohrfeige ins Gesicht all derer, die zur Zeit keine Wohnung finden – und dies sind überwiegend keine sozialen Problemgruppen, sondern berufstätige Menschen mit geringen Einkommen, Alleinerziehende, Familien mit Kindern und Erwerbslose“,

stellt Katjana Zunft klar und sieht Verantwortung bei der SPD: „Wenn schon die Sozialdemokratie hilflos mit den Schultern zuckt und die Verantwortung den Menschen und den Investoren zuschiebt, stellt sich die Frage was Lübeck und seine politischen Vertreter überhaupt noch als kommunale Daseinsfürsorge verstehen“, so Katjana Zunft.

Immer Menschen stellen sich laut Linken die Frage, wem eigentlich die Stadt gehöre: Den Investoren oder den Menschen, die in ihr leben? DIE LINKE fordert in ihrem Wahlprogramm unter dem Titel „Wem gehört die Stadt?“ die schnelle Entwicklung eines Wohnbau-Entwucklungsplans bis ins Jahr 2033, sowie den kurzfristigen Neubau von 6000, langfristig 12.000 Wohnungen.

„Nur so bleibt Lübeck zukunftsfähig und kann auf Wachstum hoffen, dabei müssen endlich neue Wege gedacht werden, statt die Augen zu verschließen und stur Kurs Richtung Untergang zu halten“, erklären Katjana Zunft und Sascha Luetkens gemeinsam.

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