Denkmalpflege – Scharfe Kontraste in Lübeck

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Abgehängt - Wahlplakat DIe Unabhängigen
Abgehängt, einen Tag vor der Kommunalwahl hat die Wähler*Innen Initiative das Plakat entfernt. Dennoch bleibt ein schaler Beigeschmack über die Art und Weise der Argumentation der Denkmalpfleger.

Das Werbeplakat der Wähler*Innen Initiative „Die Unabhängigen“ sorgte für Trubel, doch nun wurde es abgenommen.

Lübeck – Scharfe Kontraste, darunter versteht man den Unterschied zwischen viel Licht und viel Schatten. Schattenwurf der selbständig ausgelöst wurde. Die Denkmalpflege erließ einen Bescheid darüber das dieses große Plakat entfernt werden soll, währen man keine 50 Meter  weiter die Denkmalpflege zugunsten eines Investors mit Füßen tritt. Es hat den Anschein als haben sich die Denkmalpfleger unter der Führung des ehemaligen Bürgermeisters Bernd Saxe etwas verselbständigt und es ist zu hoffen das der neue Bürgermeister Jan Lindenau sich diese Abteilung der Stadtverwaltung etwas genauer ansieht.

Nicht nur hier sind diese Kontraste sichtbar, auch an anderen Stellen in Lübeck haben Investoren eigenartigerweise die besseren Rechte oder vielleicht ja auch monetären Argumente. Nicht das man Vermutungen darüber anstellt, inzwischen ist der „Klüngel“ so wie Detlev Stolzenberg von den Unabhängigen das ausdrückt sehr viel deutlicher sichtbar und es wird eine Grenze deutlich überschritten.

Verdruss nicht nur bei den Menschen die mit alten Immobilien ihre Last tragen inzwischen ist die Öffentlichkeit für solche Dinge sensibilisiert. Auch einer der Gründe weshalb bei der Kommunalwahl so viele Fraktionen gewählt werden wollen.

Ob Yorckstrasse, Strandbahnhof Travemünde oder wie hier am Zob, zwar mögen je nach Objekt andere Gewichtungen eine Rolle spielen, doch in jeder Diskussion finden sich die Denkmalpfleger wieder. Entweder man darf mit seinem Gebäude gar nichts machen oder denkmalwürdige Objekte werden nach dem Tabula Rasa Verfahren dem Erdboden gleich gemacht, damit dort wieder neu gebaut werden kann. Dazu dann der Kontrast, das ein Werbeschild an einem alten Gebäude in etwa 0,50 mal 1,20 Meter anzubringen ein mehrmonatiges Antrags und später Ablehnungsverfahren nach sich zieht.

Auch die Anzahl an Klagen, die im Zusammenhang mit der Denkmalpflege stehen wird größer, die Verwaltungsgerichte haben viel zu tun in diesen Zeiten SH-Klagen

Ein Wahlplakat machte diese Kontraste sichtbar, es hängt dort nur wenige Wochen und dennoch sah sich die Stadt Lübeck geneigt, hier etwas anzufachen, was vielleicht auch nach hinten losgehen kann. Werbung gab es an dieser Wand schon lange und demnächst wird diese Wand verdeckt durch einen Hotelneubau, weshalb plustern sich die Denkmalpfleger denn so auf? War dies Einmischung in den Wahlkampf um die eigenen Interessen zu wahren? Spielt des Bürgers Meinung überhaupt noch eine Rolle?

Bei allem hin und her, sehen wir den Wunsch der Menschen nach mehr Transparenz, und was für die Denkmalpflege gilt lässt sich auch sehr schön auf andere Abteilungen der Stadtverwaltung übertragen.

Kontraste wird es immer geben, doch vielleicht sollte das harte Licht etwas weniger grell leuchten.

Zu hoffen wäre dies, denn die Glaubhaftigkeit hat letztlich gelitten.

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