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Donnerstag, September 24, 2020

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Unverhältnismäßig – Warnstreik vom 25.02.-28.02.20 im privaten Busgewerbe

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ver.di hat zum bisher größten Warnstreik im aktuellen Tarifkonflikt im privaten Busgewerbe aufgerufen.

Wenn es nach der Gewerkschaft ver.di geht, fährt ab Dienstag für vier Tage lang fast kein Bus mehr von privaten Betreibern. “Der letzte Vorschlag der Arbeitgeber war noch nicht einigungsfähig, deshalb werden wir jetzt unsere Warnstreiks verstärken, um den Arbeitgebern zu zeigen, dass wir einen weiteren deutlichen Schritt erwarten”, sagte Karl-Heinz Pliete, Verhandlungsführer von ver.di Nord.

Streik vor einer Verhandlung ist unfair wehren sich die Unternehmen vertreteten durch den OVN. Der OVN zeigt sich irritiert von Streikankündigungen im landesweiten Busverkehr. „Es ist für uns sehr irritierend, dass unser Tarifpartner die Zeit bis zur nächsten Verhandlungsrunde nicht wie angekündigt nutzt, in den Betrieben über Einigungsmöglichkeiten zu diskutieren, sondern stattdessen durch Streiks die Fronten weiter verhärtet. Bei viertägigen Dauerstreiks unverhohlen noch von „Warnstreiks“ zu sprechen, bestätigt einmal mehr den Eindruck, dass es ver.di nicht um eine zügige und faire Einigung geht, sondern darum, die arbeitgeberseitigen Einigungsbemühungen zu torpedieren. Besonders bitter sind die Folgen der Streiks für die vielen Schülerinnen und Schüler und übrigen Fahrgäste, die die Zuverlässigkeit des Schul- bzw. Linienbusses zu schätzen wissen und nun massiv vor den Kopf gestoßen werden. Das bedauern wir sehr“, so OVN-Verhandlungsführer und Verbandsvorsitzender Klaus Schmidt.

Der Arbeitnehmer, der Schüler oder einfach nur die Hausfrau, die zum Einkaufen fahren will, sollte sich rechtzeitig informieren, auf welchen Linien zu welchen Zeiten kein Bus kommen wird. Denn zusätzlich zum Streik werden seitens ver.di die Kunden im Sich gelassen, indem konkrete Informationen zum heutigen Zeitpunkt verweigert werden.

Dabei sind die Verhandlungen eigentlich schon sehr weit fortgeschritten, mit dem Angebot von insgesamt 200 EUR in vier Stufen von jeweils 50 EUR bei einer Laufzeit von 30 Monaten würde dies zu einem monatlichen Grundlohn von mehr als 2.800 EUR im Linienverkehr führen.

Wie weit will ver.di den Bogen noch überspannen?

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